Vor ein paar Tagen saß ich mit einer Freundin beim Frühstück. Mit köstlichem Kaffee, veganem Avocado-Toast und frisch gepresstem Karotten-Ingwer-Saft. Wir treffen uns regelmäßig, um uns über unser Business (gutes Essen, Foodfotografie und Kochbücher) auszutauschen. Diesmal gab es aber noch einen besonderen Grund: ihr Kochbuchmanuskript. Und damit auch eine Kochbuchidee, die bereits einen langen Weg hinter sich hat.
Ich hatte ihr angeboten, es gegenzulesen.
Die Idee steht, die Rezepte sind entwickelt, das Manuskript ist fertig, die Fotos sind ins Layout gesetzt. Trotzdem wird dieses Kochbuch nicht bei einem klassischen Verlag erscheinen. Sie hatte das Thema verschiedenen Verlagen angeboten, aber keinen passenden Verlag dafür gefunden.
Jetzt geht sie einen anderen Weg und veröffentlicht das Buch selbst als Print-on-Demand.
Und bei unserem Gespräch ist mir wieder aufgefallen, was bei Kochbuchideen schnell vergessen wird:
Nicht jede gute Kochbuchidee findet automatisch einen Verlag.
Eine Absage ist nicht automatisch ein Urteil über die Idee
Es kann ziemlich niederschmetternd sein, wenn man seine lang gehegte Idee irgendwo vorstellt und dann entweder Nichts oder eine Absage kommt. Aber Verlage entscheiden nicht ausschließlich danach, ob eine Buchidee gut oder schlecht ist.
Ein Thema muss zum Programm passen. Zum richtigen Zeitpunkt kommen. Es muss sich wirtschaftlich einordnen lassen und in die strategische Planung eines Verlages passen.
Das bedeutet umgekehrt: Wenn ein Verlag eine Idee nicht annimmt, heißt das nicht zwangsläufig, dass daraus kein gutes Buch werden kann.
Manchmal ist der klassische Verlag einfach nicht der richtige Weg für dieses eine Projekt.
Heute gibt es andere Möglichkeiten. Selfpublishing und Print-on-Demand gehören dazu.
Damit deine Buchidee aber die realistische Chance bekommt, bei einem Verlag in Augenschein genommen zu werden, müssen wir einige Schritte zurück gehen.
Bevor es um Verlag oder Selfpublishing geht
Wenn jemand zu mir sagt:
„Ich würde irgendwann gerne ein Kochbuch machen.“
dann wäre meine erste Frage nicht:
Bei welchem Verlag möchtest du es anbieten?
Und auch nicht:
Wie viele Rezepte hast du schon?
Mich interessiert zuerst:
Was ist eigentlich die Idee dieses Buches?
Denn „Ich möchte ein Kochbuch schreiben“ ist noch keine Buchidee.
Auch „ein Backbuch“, „ein Familienkochbuch“ oder „meine Lieblingsrezepte“ reichen ehrlicherweise nicht aus.
Spannend wird es erst, wenn klarer wird:
Für wen ist dieses Buch gedacht?
Was soll der Leser davon haben? Womit hilfst du ihm oder ihr?
Welche Rezepte gehören wirklich hinein – und welche nicht?
Was unterscheidet es von bereits vorhandenen Büchern?
Und eine Frage, die ich besonders wichtig finde:
Wie soll sich dieses Buch anfühlen?
Ruhig? Großzügig? Bodenständig? Persönlich? Modern? Lebendig?
Diese Antworten geben deiner Idee einen Rahmen und sie helfen dir dabei, dass die Idee greifbarer wird. Sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, gehört unbedingt zur Entwicklung eines Kochbuchkonzeptes. Denn sie beeinflussen nicht nur die Rezepte, sondern später auch Sprache, Fotografie, Gestaltung und Aufbau des gesamten Buches.
Eine Kochbuchidee muss nicht sofort perfekt sein
Gerade am Anfang entsteht schnell der Eindruck, man müsse bereits ein komplettes Konzept haben.
80 Rezepte.
Kapitelstruktur.
Titel.
Fotokonzept.
Verlag.
Am besten alles gleichzeitig. Das überfordert meist.
Dabei reicht für den ersten Schritt etwas viel Einfacheres:
Die Idee einmal aus dem Kopf holen und vor sich sehen.
Deshalb habe ich in der Gerichte Werkstatt einen kleinen Spickzettel entwickelt:
Eine Seite und 10 Minuten Zeit, um deine Idee aufs Papier zu bringen
Eine einzige Seite, die dir dabei hilft, die wichtigsten Gedanken zu deiner Buchidee einmal festzuhalten.
Du brauchst dafür ungefähr zehn Minuten.
Es geht nicht darum, schon alles zu wissen. Sondern darum, herauszufinden, ob aus dem Gedanken in deinem Kopf langsam das Bild eines Buches entsteht. Du kannst die 10 Minuten auch einige Tage später noch einmal investieren, oft reifen Gedanken und Ideen mit der Zeit – wie ein guter Wein oder ein guter Käse.
Deine Kochbuchidee auf einer Seite
Du trägst schon länger eine Kochbuchidee mit dir herum?
Mit meinem kostenlosen Spickzettel bringst du in etwa 10 Minuten die wichtigsten Gedanken aufs Papier: Idee, Zielgruppe, Besonderheit, Beispielrezepte, Buchgefühl und einen ersten Arbeitstitel.
Deine Kochbuchidee aufs Papier bringen
Du erhältst den Spickzettel per E-Mail und anschließend weitere E-Mails von mir mit Wissen und Einblicken rund um Kochbuchideen und die Entstehung eigener Kochbücher. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.
Am Ende ist die wichtigste Erkenntnis aus diesem Frühstück:
Ein Kochbuch beginnt nicht mit einem unterschriebenen Verlags-Vertrag.
Es beginnt auch nicht beim fertigen Manuskript.
Es beginnt mit deiner Idee. Sie muss irgendwann klar genug sein, dass du entscheiden kannst, welchen Weg du mit ihr gehen möchtest.
Manchmal führt dieser Weg zu einem Verlag, manchmal zum Selfpublishing.
Und vielleicht stellst du beim Ausfüllen dieser einen Seite fest, dass aus dem vagen „Irgendwann würde ich gern …“ tatsächlich eine Buchidee werden könnte.
Genau da würde ich anfangen.
Du hast selbst eine Kochbuchidee?
Dann hol dir hier kostenlos „Deine Kochbuchidee auf einer Seite“ und bring deine ersten Gedanken aufs Papier.
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